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Samstag, 27. Oktober 2012

Bloc Party - Zurück zu den Wurzeln



Für mich waren sie die Speerspitze des New New Wave und setzten mit ihrem Debut Maßstäbe, wie keine andere Band in diesem Bereich. Doch dann begannen sie mit jedem Album kopflastiger zu werden.  Jetzt machen sie zum Glück wieder Musik, die auch dem Bauch kommt. Die Rede ist hier von Bloc Party und ihrem neuen Album "Four", welches im August diesen Jahres erschienen ist. Dieses Album ist ein Schritt zurück, aber in die richtige Richtung.
Nach dem genialen Debut Silent Alarm, welches in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen sollte, schaffte das zweite Album Weekend In the City trotz einiger wunderschönen Gitarrensongs, nicht, das Niveau des Vorgängers zu halten. Das dritte Werk Intimacy war mir eindeutig zu kopflastig, zu elektronisch und bis heute blieb mir der Zugang zu den meisten Songs dieses Albums versagt. Als Sänger Kele Okereke dann mit einem Soloalbum aufwartete, mit dem ich gar nichts anfangen konnte, verlor ich die Hoffnung, jemals wieder einen guten neuen Bloc Party-Song hören zu dürfen.

Ich gebe zu mit dem aktuellen Album "Four" haben mich Bloc Party eines Besseren gelehrt und ich bin froh darüber. "Four" geht zurück zu den Wurzeln der britischen Band und ist dennoch keine Kopie von Silent Alarm. Das neue Album hat erstaunlich viele Facetten und ist dennoch typisch Bloc Party, so wie ich sie mag.

"Four" kommt daher wie ein ungeschliffener Diamant, der, wenn man sich Zeit nimmt ihn näher zu betrachten, das Potential besitzt, an vielen Stellen in den schönsten Farben zu funkeln. Mal klingen Bloc Party auf "Four" sehr rockig und rau (Kettling), ja teilweise sogar aggressiv (We re Not Good People), dann betören sie wieder mit sanften Gitarrenbaladen und schmeichelnder Stimme (Day Four) wie an den schönsten Stellen von Silent Alarm.




Sägende Gitarrenriffs und plötzlich Breaks, wie wir sie auf Silent Alarm schätzen gelernt haben, erhalten wieder Einzug in die Musik von Bloc Party. Die Songs erscheinen auf das wesentlichh reduziert und können so ihre volle Schönheit entfachen. Auf überflüssige elektronische Spielereien wird getreu dem Motto "Weniger ist mehr" verzichtet.

Kele Okereke (Gesang und Gitarre), Russell Lissack (Gitarre), Gordon Moakes (Bass) und Matt Tong (Schlagzeug) schaffen spielend den Spagat zwischen Wildheit und Agressivität auf der einen Seite sowie Zerbrechlichkeit und Sanftmut auf der anderen Seite.

Bloc Party rocken wieder, und zwar gewaltig, aber sie haben auch das Gespür für die Melodie und sanften Töne. Das sind die Zutaten, die notwendig sind, um einen guten Indie-Song und Tanzflächenfüller zu schreiben und nur wenige Bands verstehen diese Kunst. Bloc Party tun es, das haben sie zum Glück mit "Four" noch einmal bewiesen - ganz großes Kino!

Link: http://blocparty.com/

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