Social Icons

twitterfacebookgoogle pluslinkedinrss feedemail

Dienstag, 28. September 2010

Orchestral Manoeuvres in the Dark - Zurück in Originalbesetzung mit neuem Studioalbum

Ich erinnere mich noch genau daran - als ob es gestern war: An den Kauf meiner ersten LP. Es war für mich ein mindestens genauso bewegender Moment, wie der Aufstieg von Alemannia Aachen in die 2. Liga nach 10 Jahren tristem Amateurfussball. Wer mich kennt, der weiß, was das bedeutet.

Es muß im Frühjahr 1982 gewesen sein, als ich beim lokalen Plattenhändler meines Vertrauens meine erste LP erworben habe - aus Vinyl versteht sich. Die Rede ist vom Longplayer Architecture and Morality und der Interpret hieß Orchestral Manoeuvres in the Dark - kurz: OMD. Ich sehe die Bilder noch genau vor mir, wie ich die Schallplatte aus dem Regal ziehe - vorsichtig, als ob sie bei zu festem Zupacken zerbrechen würde. Dann habe ich sie mir im Laden angehört, denn ich kannte nur den Magahit Maid of Orleans. Später sollte ich noch feststellen, daß mir die Melodie von Souvenir ebenfalls geläufig war. Ich kannte sie von einer deutschen Schlagerversion, die ich im Radio aufgeschnappt hatte. Obwohl Schlager nicht so mein Ding sind, ging mir dieser Song aufgrund der wunderschönen Melodie nicht mehr aus dem Sinn. Im Nachhinein bestätigt dies die Tatsache, daß OMD ein unheimliches Talent besitzen Ohrwurmmelodien zu komponieren.Ein kurzes Anspielen der restlichen Titel reichte, um mich davon zu überzeugen, daß ich diese Platte einfach haben mußte.

Die großartigen Melodien, die charakteristische Stimme von Andy McCluskey und die Stimmungen bzw. Gefühle, welche die Songs zu erzeugen in der Lage waren (von Unterkühlt über Melancholisch bis hin zu Euphorisch reicht die Bandbreite), sorgten dafür, daß die Anzahl der Tonträger, die ich von OMD im Laufe der Zeit erwarb, stetig zunahm. Nach insgesamt 6 Alben war mit The Pacific Age 1986 dann aber vorerst Schluß. Dieser Zeitpunkt war gleichbedeutend mit dem letzten Album, welches das Liverpooler Quartet noch zusammen eingespielt hat. Danach kam der Bruch und Andy McCluskey nahm unter dem Namen OMD noch drei mitunter kommerziell sehr erfolgreiche Alben auf, die jedoch nicht das Niveau der ersten Alben erreichen konnten.

2006 schloß man sich dann in der Originalbesetzung mit Andy McCluskey (Gesang), Paul Humphreys (Keyboard), Malcolm Holmes (Schlagzeug) und Martin Cooper (Saxophon) wieder zusammen und gab schon zahlreiche erfolgreiche Liveauftritte, Seit gut einer Woche gibt es nun nach 24 Jahren Pause das neue Studioalbum der vier Engländer, welches auf den Namen History of Modern hört. Wenn man ihnen glauben schenken darf, dann ist der Band eine Rückkehr zu alter Klasse gelungen. Auf jeden Fall erinnert das Cover zu History of Modern durch seine abstarkten geometrischen Formen stark an das Coverdesign von Architecture and Morality.
Sicherlich muß man realistisch gesehen zugeben, daß dies nicht ganz der Fall ist. Jedoch ist das Album um Längen besser als die drei letzten Veröffentlichungen und bis auf den Song Pulse ist sicherlich kein wirklich schlechter Songs unter den 13 Tracks. History of Modern kommt wesntlich experimentierfreudiger daher, als die letzten Veröffentlichungen. Neben reinen Popsongs hören wir von OMD endlich wieder New Wave Ansätze (New Babies, New Toys). Die Singleauskopplung “If you want it”, zu der ich das Video beigefügt habe, steht für die herrlichen Melodien, unterstrichen durch die unverwechselbare Stimme McCluskeys, die ich an OMD so liebe. Synth-Pop at its Best - wer OMD in den 80er Jahren mochte, der wird auch History of Modern mögen.




Link "OMD bei MySpace"

kostenloser mp3-Download "Sister Mary Says (Demo)" (unter Angabe der Mailadresse)

kostenloser mp3-Download "If you want it (Villa Nah Remix)"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

DECLARATION

IF YOU OWN THE RIGHTS TO ANY OF THE MATERIAL POSTED HERE AND WOULD LIKE IT REMOVED, EMAIL ME AND I WILL TAKE IT DOWN.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...