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Montag, 6. September 2010

Interpol - Am neuen Album werden sich die Geister scheiden!

Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten - über das neue Interpol Album auch nicht. Sonst würde man nichts mehr anderes tun.

Stöbert man im Internet ein wenig nach den Resonanzen, die das kürzlich erschienene vierte Album der amerikanischen Indie-Rocker Interpol bisher hervorgerufen hat, so wird schnell deutlich: Die Meinungen über die selbstbetitelte neue Scheibe gehen sehr weit auseinander. Nach dem ersten Hördurchgang wird auch mir sofort klar, daß man Zeit investieren muß, wenn man diesem Album etwas abgewinnen will. Schwer und zäh wirken beim ersten Hören die meisten Songs auf mich.

Ob der Abschied des Bassisten und Keyboarders Carlos Dengler nach Fertigstellung der Aufnahmen zu Interpol Grund für die düstere Athmosphäre ist, die das Album verbreitet, kann nur vermutet werden. Wie schwer auf jeden Fall der Weggang von Dengler wirkt, zeigt alleine die Tatsache, daß er bei den bisherigen Konzerten der Tour zum Album gleich durch 2 Personen (einen Bassisten und einen Keyboarder) ersetzt wird. Doch ob die Lücke, die er hinterläßt überhaupt geschlossen werde kann, ist mehr als fraglich, denn Dengler war schon alleine durch sein opisches Erscheinungsbild - er war üblicherweise mit Kampfstiefeln, Anzug, Hemd und Krawatte bekleidet - eines der Aushängeschilder Interpols.
Wie sehr Denglers Bass-Spiel der Musik Interpols den Stempel aufgedrückt hat, daran soll nochmal der Song Barricade mit seiner typischen Basslinie erinnern und ist deshalb als Video beigefügt:



Eine Art triste Abschiedsstimmung kann man sicherlich in die Gefühle hinein interpretieren, die mir beim Hören der Songs vom aktuellen Album begegnen. Die Songs wirken unfertig, und auf seltsame Weise unnahbar. Kein anderes Album besitzt weniger Ohrwürmer, Tanzflächenfüller und potentielle dunkle Hits, für die wir Interpol bisher so geliebt haben.
Und doch macht es Sinn. Erst recht, wenn man Sänger Paul Banks zitiert, wenn er sagt "Nichts darf so klingen, als würde es nicht dahin gehören, wo es ist" Denn vielleicht soll das Album ja genauso sein, wie es jetzt klingt. Wer mag schon tanzen, wenn der Abschied naht nach einem langen gemeinsamen Weg.
Die kalte und distanzierte Stimmung des Albums wird optisch sehr gut durch das Video zu Lights wiedergegeben.



Wie es mit Interpol weitergeht und was nach der Ära Dengler geschieht, wird sich wohl erst in einigen Jahren und mit den nächsten Alben zeigen. Ich bin jedenfalls gespannt, ob die Fans das Album annehmen werden und wie die Kritiker die Unreife dieses Albums interpretieren,
Wie gesagt: Interpol haben mit Interpol ein Album abgeliefert, an dem sich die Geister scheiden werden. Wer sagt, daß es ohne große Höhepunkte ist, der hat Recht ... und wer sagt, daß es ein einziger großer Höhepunkt ist auch - über Musik läßt sich halt nicht streiten.


Link "Interpol auf MySpace"

Link "Albumstream von Interpol"

Kommentare:

  1. Ende April habe ich den Hausherren noch auf das damals zum Download freigegebene "Lights" hingewiesen. Was war meine Vorfreude auf das kommende Album groß, angesichts dieses tollen Stücks. Ich dachte schon, dass die TOTBL Zeiten wieder da sind, aber mittlerweile weiss ich, dass 2010 eben nicht mehr 2002 ist. Mich langweilt dieses Album einfach nur. Und da hilft jetzt auch nicht der achte Durchlauf der Scheibe, damit sie zum "Meisterwerk" reift (s. beliebiege Rezi im Netz). Oder mal 1-2 Jahre im Regal gut abhängen lassen. Hab ich mit Antics und OLTA gemacht - hat auch nicht geholfen. Zwei, drei gute Songs pro Album und das wars. Diesmal nur noch einer.

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  2. Hi Jens, ich kann Deine Meinung nachvollziehen. Ich selber finde die vorherigen Alben auch (noch) besser. TOTBL und OLTA sind sicherlich schwer zu toppen (ich kann nicht finden, daß OLTA nur 3 gute Songs bietet). Mir persönlich gefällt das Album aber immer besser, insbesondere Barricade, und ich glaube wirklich, daß es diesmal reine Geschmackssache ist (wie ich ja auch geschrieben habe). Aber ich muß auch gestehen, daß es sicherlich schon mindestens 10 Alben von 2010 gibt, die mir besser gefallen.

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