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Dienstag, 28. September 2010

Orchestral Manoeuvres in the Dark - Zurück in Originalbesetzung mit neuem Studioalbum

Ich erinnere mich noch genau daran - als ob es gestern war: An den Kauf meiner ersten LP. Es war für mich ein mindestens genauso bewegender Moment, wie der Aufstieg von Alemannia Aachen in die 2. Liga nach 10 Jahren tristem Amateurfussball. Wer mich kennt, der weiß, was das bedeutet.

Es muß im Frühjahr 1982 gewesen sein, als ich beim lokalen Plattenhändler meines Vertrauens meine erste LP erworben habe - aus Vinyl versteht sich. Die Rede ist vom Longplayer Architecture and Morality und der Interpret hieß Orchestral Manoeuvres in the Dark - kurz: OMD. Ich sehe die Bilder noch genau vor mir, wie ich die Schallplatte aus dem Regal ziehe - vorsichtig, als ob sie bei zu festem Zupacken zerbrechen würde. Dann habe ich sie mir im Laden angehört, denn ich kannte nur den Magahit Maid of Orleans. Später sollte ich noch feststellen, daß mir die Melodie von Souvenir ebenfalls geläufig war. Ich kannte sie von einer deutschen Schlagerversion, die ich im Radio aufgeschnappt hatte. Obwohl Schlager nicht so mein Ding sind, ging mir dieser Song aufgrund der wunderschönen Melodie nicht mehr aus dem Sinn. Im Nachhinein bestätigt dies die Tatsache, daß OMD ein unheimliches Talent besitzen Ohrwurmmelodien zu komponieren.Ein kurzes Anspielen der restlichen Titel reichte, um mich davon zu überzeugen, daß ich diese Platte einfach haben mußte.

Die großartigen Melodien, die charakteristische Stimme von Andy McCluskey und die Stimmungen bzw. Gefühle, welche die Songs zu erzeugen in der Lage waren (von Unterkühlt über Melancholisch bis hin zu Euphorisch reicht die Bandbreite), sorgten dafür, daß die Anzahl der Tonträger, die ich von OMD im Laufe der Zeit erwarb, stetig zunahm. Nach insgesamt 6 Alben war mit The Pacific Age 1986 dann aber vorerst Schluß. Dieser Zeitpunkt war gleichbedeutend mit dem letzten Album, welches das Liverpooler Quartet noch zusammen eingespielt hat. Danach kam der Bruch und Andy McCluskey nahm unter dem Namen OMD noch drei mitunter kommerziell sehr erfolgreiche Alben auf, die jedoch nicht das Niveau der ersten Alben erreichen konnten.

2006 schloß man sich dann in der Originalbesetzung mit Andy McCluskey (Gesang), Paul Humphreys (Keyboard), Malcolm Holmes (Schlagzeug) und Martin Cooper (Saxophon) wieder zusammen und gab schon zahlreiche erfolgreiche Liveauftritte, Seit gut einer Woche gibt es nun nach 24 Jahren Pause das neue Studioalbum der vier Engländer, welches auf den Namen History of Modern hört. Wenn man ihnen glauben schenken darf, dann ist der Band eine Rückkehr zu alter Klasse gelungen. Auf jeden Fall erinnert das Cover zu History of Modern durch seine abstarkten geometrischen Formen stark an das Coverdesign von Architecture and Morality.
Sicherlich muß man realistisch gesehen zugeben, daß dies nicht ganz der Fall ist. Jedoch ist das Album um Längen besser als die drei letzten Veröffentlichungen und bis auf den Song Pulse ist sicherlich kein wirklich schlechter Songs unter den 13 Tracks. History of Modern kommt wesntlich experimentierfreudiger daher, als die letzten Veröffentlichungen. Neben reinen Popsongs hören wir von OMD endlich wieder New Wave Ansätze (New Babies, New Toys). Die Singleauskopplung “If you want it”, zu der ich das Video beigefügt habe, steht für die herrlichen Melodien, unterstrichen durch die unverwechselbare Stimme McCluskeys, die ich an OMD so liebe. Synth-Pop at its Best - wer OMD in den 80er Jahren mochte, der wird auch History of Modern mögen.




Link "OMD bei MySpace"

kostenloser mp3-Download "Sister Mary Says (Demo)" (unter Angabe der Mailadresse)

kostenloser mp3-Download "If you want it (Villa Nah Remix)"

Donnerstag, 23. September 2010

MOON.74 - Debutalbum mit den perfekten Soundtrack für den Herbst

Damit Darklands spannend und innovativ bleibt, bin ich natürlich immer auf der Suche nach dem Künstler oder der Band, die vielleicht auf anderen Foren noch nicht erwähnt und besprochen wurden. Das ist zuweilen ganz schön anstrengend, zumal es nur ein Hobby ist. Wenn man dann eine Entdeckung macht, die vielversprechend ist und die man guten Gewissens weiterempfehlen kann, dann nennt man das wohl den gerechten Lohn.

Eine solche Entdeckung rotiert seit gestern nun in meinem CD-Player. Es handelt sich dabei um Newborn, dem Debutalbum von MOON.74 und ich bin mir sicher, daß die Scheibe da so schnell nicht mehr rauskommt. Warum? ... na weil das Album den perfekten Soundtrack zum kommenden Herbst darstellt. Doch dazu später!

MOON.74, das ist in erster Linie Dominic Hein. Er hat das Projekt 2007 ins Leben gerufen. Musikalisch wurde Dominic Hein vor allem durch Depeche Mode geprägt. So verwundert es auch nicht, daß die Musik von MOON.74 besonders durch die elektronischen Elemente charaktrisiert wird. Es ist sicher auch kein Zufall, daß mir beim ersten Hören der Lieder sofort die Namen Depeche Mode, Camouflage und insbesonder De/Vision, die er auch schon live supportet hat, in den Sinn kamen. Das soll nicht bedeuten, daß die Songs nicht die eigene  Handschrift von Dominic Hein aufweisen. Sie sind geprägt von seiner warmen, romantisch-melancholische Stimme und der differenzierten Instrumentierung der Songs. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß der Autodidakt sich neben dem Einspielen aller Instrumente (Gitarren, Synthys, Schlagzeug, Streicher) auch um das Texten, Arrangieren, Einsingen, Aufnehmen und Abmischen der Songs gekümmert hat - Respekt!

Doch nun zurück zum Album selber: Newborn enthält 13 wunderschöne, melancholische zumeist ruhige Popsongs, mit warmen, großartigen Melodien. Die Begriffe Darkpop oder Synthpop beschreiben vielleicht in etwa das, was man sich unter der Musik von MOON.74 vorzustellen hat. Für mich eignen sich die Tracks von Newborn hervorragend, um den Herbst zu begrüßen ..., um die Zeit musikalisch zu untermalen, in der die Sonne von Tag zu Tag tiefer steht, und wo die verfärbten Blätter von den nun kälter wehenden Winden durch die Luft getrieben werden.

Newborn wird am 1, Oktober 2010 offiziell erscheinen. Das Album enthält eine Menge Ohrwürmer, darunter sind mit beispielsweise Gun oder Into my Arms sicher auch einige hitverdächtige Stücke dabei. An dieser Stelle bleibt nur zu hoffen, daß Hein bei einem möglichen Erfolges seinem Stil treu bleibt und sich auf sein ausgefeiltes Songwritting verläßt. Es ist ihm zu wünschen, daß er nicht den Fehler so vieler Musiker vor ihm begeht, nämlich einen Hit nachzujagen und sich nur noch selber zu kopieren. Doch so weit ist es noch nicht. Ganz im Gegenteil: Wenn man weiß, wieviel Herzblut Hein in sein Projekt steckt und daß er das Album in monate- und nächtelangen Studiosessions selbst aufgenommen hat, der kann beruhigt sein und sich wieder ganz der Musik widmen ... zum Beispiel der auf Newborn!


Link "MOON.74 bei MySpace"

Sonntag, 19. September 2010

The Radio Dept. - Song zur heutigen Reichstagswahl in Schweden

Man stelle sich mal folgende Situation vor: Eine deutsche Band, z.B. Tomte oder Tocotronic veröffentlichen kurz vor der nächsten Bundestagswahl einen Song, der sich gegen die amtierende Bundesregierung wendet.

Ähnliches haben jedenfalls jetzt The Radio Dept. - meine erklärten schwedischen Lieblings-Shoegazer und Dreampoper von meinem erklärten schwedischen Lieblingslabel Labrador - getan.
Anläßlich der heute stattfindenden Reichstagswahlen in Schweden hat das Trio den Song The New Improved Hypocrisy veröffentlicht und zum kostenlosen Download freigegeben.

In diesem Lied setzt sich die Band kritisch mit der derzeit noch amtierende konservative Regierung Schwedens unter Premierminister Fredrik Reinfeldt auseinander. Die Integrationspolitik und fehlendes demokratisches Verständnis sind zwei Themen, die The Radio Dept. in ihrem Song anprangert. Das machen sie unmißverständlich mit Textzeilen wie "who needs intergration, when we’ve got isolation" und "we don’t mind democracy, we have our ways around it" deutlich.


The Radio Dept. - The New Improved Hypocrisy Live In New York from theradiodept.com on Vimeo.

Obwohl den drei Schweden ein politishes Engagement nicht neu ist (bereits 2008 befaßten sie sich auf der EP Freddie and the Trojan Horse mit einer vergleichbaren Thematik), würde man solche Themen nicht unbedingt mit den Songs von The Radio Dept. in Verbindung bringen. Wie üblich dringen auch bei diesem poliitsch motivierten Song zuckersüße Melodien sanft in unsere Ohren und schmeicheln den Gehörgängen. Gleichzeitig werden die Texte von der sehr zurückhaltenden, ja fast schüchtern wirkenden Stimme von Sänger Johan Duncanson vorgetragen, Auf Gedanken wie sie dem Text von The New Improved Hypocrisy zugrunde liegen, kommt man dabei am Allerwenigsten.


Link "Webseite von The Radio Dept."

mp3-Download "The improved new Hypocrisy" (kostenlos)

Dienstag, 14. September 2010

Guilty Strangers - Die Vorboten des neuen Albums sind da!

Im Zeitalter des World Wide Web kann in Sekundenschnelle zu (fast) jedem Thema Informationen auf den Bildschirm rufen zu können. Dies mache ich mir zum Beispiel immer zu Nutze, um Wissenswertes über Bands und Musiker zu erfahren, wenn ich hier beí Darklands einen neuen Post vorbereite. Umso erstaunlicher ist es dann, wenn als Antwort nur auf die MySpace-Seite des Künstlers verwiesen wird. Wenn es sich dabei zudem noch um eine Band handelt, deren Musik mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, dann merkt man, wie ungerecht diese Welt doch ist, insbesondere im "Musikgeschäft".

So geschehen bei dem Duo Guilty Strangers, welches mittlerweile in San Francisco / Kalifornien beheimatet ist. Es ist mir absolut unverständlich, warum die Musik von Christine and Shawn Terry aus den Vereinigten Staaten nicht mehr Beachtung findet. Die Songs, die sich nach Angaben der Band sehr gut als Post-Punk mit Halloween Vibe beschreiben lassen, heben sich angenehm von der breiten Masse der Veröffentlichungen in diesem Genre ab. Im Gegensatz zu manch anderer Musik beschreibt der inzwischen schon recht ausgelutschte Oberbegriff Independent das Wesen der Songs sehr treffend, denn sie bestechen mit ihrem spröden Charme und ihren sperrigen Melodien. Unverwechselbar werden sie aber erst durch die charkteristische Stimme von Sängerin Christine. Das haben schon die 5 Tracks ihrer im letzten Jahr erschienenen Guilty Strangers EP bewiesen.

Für dieses Jahr haben die Guilty Strangers nun ihr erstes komplettes Album angekündigt, welches auf den Namen Walking The Wire hören soll und in Eigenregie veröffentlicht wird. Hier sollen neben neuen Songs auch einigen Tracks von der EP zu finden sein.

Als Vorboten sind vor Kurzem zwei Videos veröffentlicht worden, welche dazu beitragen, die Vorfreude auf das neue Album zu schüren.Zum Einen handelt es sich um den Song Orpheus, der wesentlich getragener darherkommt, als die bisher bekannten Stücke der Guilty Strangers.  Doch auch hier zieht die hypnotische Stimme der Sängerin und die sägenden Gitarren den geneigten Hörer schnell in ihren Bann.



Der zweite Song , zu dem ein Video veröffentlicht wurde, heißt The Dreaming und gefällt durch seinen wunderschönen Basslauf. Insgesamt kommt er sperriger daher als Orpheus und paßt stilistisch besser zu den Songs der Debut-EP.



Ich jedenfalls bin sehr gespannt und freue mich jetzt schon darauf das komplette Album hören zu können. Bleibt zum Schluß nur zu hoffen, daß dieser Artikel den einen oder anderen Leser dazu bewegt, sich mit der Musik der Guilty Strangers zu beschäftigen. Verdient hätte sie es! ... und ich versichere euch, daß es sich lohnen wird.


Link "Guilty Strangers bei MySpace"

Sonntag, 12. September 2010

Thirteen Bats - Gruftige Fledermäuse aus Australien

Nachdem mit Ikon die wohl bekannteste australische Band aus dem Bereich der "schwarzen" Musik im letzten Jahr ihre Abschlusstour bestritten hat, ist es ruhig geworden in der Szene dieses Genres. Aber es gibt berechtigte Hoffnung, daß es weiterhin gute Bands aus Down Under geben wird, die uns auch in Zukunft mit ihren dunklen Klängen verzaubern werden.

Ein Beispiel aus den wenigen, derzeit noch aktiven australischen Gothic-Rock-Bands ist Thirteen Bats. Das Duo, welches aus den Musikern Batbones (der sich die The Voice Box nennt) und Corvas (alias The Music Machine) stummen aus Brisbane / Queensland. Die beide haben sich 2008 zusammengetan, um ihr Vorstellung von Musik in die Tat umzusetzen. Während Batbones für den Gesang und das elekronische Omnichord zuständig ist, zeichnet sich Corvas neben dem Background-Gesang für alle übrigen Instrumente, wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard verantwortlich. Wie dies live umgesetzt wird, weiß ich nicht, würde mich aber sehr ineressieren.

Die Musik von Thirteen Bats orientiert sich an den frühen Gothic-, Deathrock- und Batcave-Bands, wie Specimen, Alien Sex Fiend, Christian Death oder Red Lorry Yellow Lorry. Aber auch Parallelen zu der Musik der wesentlich moderneren Cinema Strange lassen sich nicht von der Hand weisen. Aus diesem Spannungsfeld schafft das Duo einen Sound, der Lust auf mehr macht.

Davon kann man sich inzwischen auch aufgrund ihrer Veröffentlichungen überzeugen, die bisher alle kostenlos im Netz zum freien Download zur Verfügung stehen. Im Sommer 2009 veröffentlichten Thirteen Bats ihre erste Single, die den Namen The Cry trägt. In diesem Jahr haben die beiden Australier dann ihre erste EP herausgebracht, die 4 Track beinhaltet und auf den Namen Dust hört. Sehr schöner Oldschool Batcave, wie ich finde. Aber überzeugt euch selber!

Link "Thirteen Bats bei MySpace"

mp3-Download "The Cry" (1. Single)

mp3-Download "Dust" (EP)

Mittwoch, 8. September 2010

Lang und Breit: Die TOP 20 Alben (August 2010)

Lang und Breit:  Unter dieser Überschrift werden die monatlich meist gehörten Alben der Last.fm - Gruppenmitglieder von radio-shadowplay präsentiert. 

Eine Auswahl aus den Songs der besten 20 Alben könnt ihr jede Woche in der Sendung "Lang und Breit" (Donerstags von 22:00 -  24:00 und Samstags von 11:00 - 13:00) hören. Wenn Du selber die besten Alben des Monats mitbestimmen möchtest, dann werde doch Mitglied in unserer Last.fm-Gruppe !

Ähnlich wie bei den TOP 50 Songs wird es auch hier zu Beginn des Jahres 2011 eine 24h-Sondersendung mit Auszügen aus den Alben geben, die Ihr 2010 am Liebsten gehört habt.


... und wieder ist ein Joy Division Album Monats-Sieger. Bemerkenswert ist der Platz auf dem Treppchen für Echo & the Bunnnymen. Sie holen mit Ocean Rain Bronze. Ansonsten ist vielleicht noch die Platzierung von Adam Ant auf Rang 16 mit Antics in the Forbidden Zone erwähnenswert. Aus 2010 hat es diesmal nur High Violet von The National mit Platz 10 unter die TOP 20 geschafft. Nachfolgend das Ergebnis des vergangenen Monats:

 TOP 20 Alben (August 2010):


1. Joy Division - Substance













2. Joy Division - Closer













3    Echo & The Bunnymen – Ocean Rain

4     The Cure – Greatest Hits
5     Joy Division – Unknown Pleasures
6     The Sisters of Mercy – First and Last and Always
7     Pixies – Doolittle
8     The Smiths – Meat Is Murder
9      Portishead – Third
10    The National – High Violet
11    Editors – The Back Room
12    MGMT – Oracular Spectacular
        Editors – In This Light And On This Evening
14    The Cure – Boys Don't Cry
        Siouxsie – Mantaray
16    Siouxsie and the Banshees – Twice Upon a Time: The Singles
       Adam Ant – Antics in the Forbidden Zone
18    Placebo – Sleeping With Ghosts
       Pink Turns Blue – Ghost (strob 028)
       A Place to Bury Strangers – A Place To Bury Strangers

Montag, 6. September 2010

Interpol - Am neuen Album werden sich die Geister scheiden!

Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten - über das neue Interpol Album auch nicht. Sonst würde man nichts mehr anderes tun.

Stöbert man im Internet ein wenig nach den Resonanzen, die das kürzlich erschienene vierte Album der amerikanischen Indie-Rocker Interpol bisher hervorgerufen hat, so wird schnell deutlich: Die Meinungen über die selbstbetitelte neue Scheibe gehen sehr weit auseinander. Nach dem ersten Hördurchgang wird auch mir sofort klar, daß man Zeit investieren muß, wenn man diesem Album etwas abgewinnen will. Schwer und zäh wirken beim ersten Hören die meisten Songs auf mich.

Ob der Abschied des Bassisten und Keyboarders Carlos Dengler nach Fertigstellung der Aufnahmen zu Interpol Grund für die düstere Athmosphäre ist, die das Album verbreitet, kann nur vermutet werden. Wie schwer auf jeden Fall der Weggang von Dengler wirkt, zeigt alleine die Tatsache, daß er bei den bisherigen Konzerten der Tour zum Album gleich durch 2 Personen (einen Bassisten und einen Keyboarder) ersetzt wird. Doch ob die Lücke, die er hinterläßt überhaupt geschlossen werde kann, ist mehr als fraglich, denn Dengler war schon alleine durch sein opisches Erscheinungsbild - er war üblicherweise mit Kampfstiefeln, Anzug, Hemd und Krawatte bekleidet - eines der Aushängeschilder Interpols.
Wie sehr Denglers Bass-Spiel der Musik Interpols den Stempel aufgedrückt hat, daran soll nochmal der Song Barricade mit seiner typischen Basslinie erinnern und ist deshalb als Video beigefügt:



Eine Art triste Abschiedsstimmung kann man sicherlich in die Gefühle hinein interpretieren, die mir beim Hören der Songs vom aktuellen Album begegnen. Die Songs wirken unfertig, und auf seltsame Weise unnahbar. Kein anderes Album besitzt weniger Ohrwürmer, Tanzflächenfüller und potentielle dunkle Hits, für die wir Interpol bisher so geliebt haben.
Und doch macht es Sinn. Erst recht, wenn man Sänger Paul Banks zitiert, wenn er sagt "Nichts darf so klingen, als würde es nicht dahin gehören, wo es ist" Denn vielleicht soll das Album ja genauso sein, wie es jetzt klingt. Wer mag schon tanzen, wenn der Abschied naht nach einem langen gemeinsamen Weg.
Die kalte und distanzierte Stimmung des Albums wird optisch sehr gut durch das Video zu Lights wiedergegeben.



Wie es mit Interpol weitergeht und was nach der Ära Dengler geschieht, wird sich wohl erst in einigen Jahren und mit den nächsten Alben zeigen. Ich bin jedenfalls gespannt, ob die Fans das Album annehmen werden und wie die Kritiker die Unreife dieses Albums interpretieren,
Wie gesagt: Interpol haben mit Interpol ein Album abgeliefert, an dem sich die Geister scheiden werden. Wer sagt, daß es ohne große Höhepunkte ist, der hat Recht ... und wer sagt, daß es ein einziger großer Höhepunkt ist auch - über Musik läßt sich halt nicht streiten.


Link "Interpol auf MySpace"

Link "Albumstream von Interpol"

Sonntag, 5. September 2010

Ikaria - ja ist denn heute schon Weihnachten?

Ich weiß, die Frage nach Weihnachten stellt normalerweise Franz Beckenbauer in der vorweihnachtlichen Werbekampagne eines Telekommunikations-Unternehmens, auf das an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden soll.

Doch auch bei Darklands ist die von mir gestellte Frage manchmal angebracht. Warum? Zum Beispiel weil Ikaria nach Transmitter einen weiteren Song vom großartigen Album Luxembourg als freien Download seinen Fans zur Verfügung stellt. Oder besser gesagt, denen die noch Fans werden wollen. Wahre Fans besitzen das Album natürlich schon längst!

Parabolic heißt der neue Song und er belegt, warum das Album Luxembourg zur Schönheit des Monats Juli hier bei Darklands gekürt wurde. Es handelt sich um einen atmosphärisch dichten, melancholischen Song, der mich zuweilen an einige Songs von Film School erinnert.

Parabolic by Ikaria

Wenn ihr die Jungs von Ikaria live sehen wollt, so sind die nächsten Konzerttermine dem beigefügten Video zu entnehmen.


IKARIA LUXEMBOURG TOUR 2010 from Ikaria on Vimeo.

Link "Ikaria auf MySpace"

Link "Ikaria bei Darklands - 04. 07. 2010"

mp3-Download "Parabolic" (vom aktuellen Album Louxembourg)

Samstag, 4. September 2010

Top 50 der rs-Gruppe auf Last.fm (August 2010)


Die TOP 50 werden durch die monatlich 50 meist gespielten Songs der Mitglieder der radio-shadowplay-Gruppe auf Last.fm bestimmt.
Auszüge dieser TOP 50 werden in der Sondersendung "Members Only" (jeden Dienstag 11:00 - 13:00 und jeden Samstag 22:00 - 24:00) gespielt. Im Januar 2011 wird es wieder eine 24 Stunden - Sondersendung mit Auszügen aus den TOP 600 Songs aus 2010 geben!!!

Wenn auch Du die monatlichen TOP 50 mitbestimmen möchtest (und/oder an den anderen o.a. Aktivitäten interessiert bist), dann werde Mitglied und melde Dich auf unsere Gruppenseite bei last.fm an! Inzwischen sind schon über 100 musikbegeisterte und musikalisch "Gleichgesinnte" in dieser Gruppe vereinigt.

Auch wenn Joy Division wieder 5 Songs in den TOP 10 des Monats August platzieren konnte, so stellen sich die TOP 50 wesentlich ausgeglichener dar, als in den letzten Monaten. Zwar beherrschen noch immer die alten Bekannten der 80er Jahre das Ranking, doch tauchen diesmal auch Neuveröffentlichungn aus 2010 auf, wie beispielsweise Songs von The Drums (Platz 15), The National (Plätze 9, 14 und 30) sowie von Arcade Fire (Plätze 18 und 50).
                   
Die Platzierungen der TOP 50 der vergangenen Monate könnt Ihr auf der Seite Members Only in diesem Blog nachlesen.

Rank 42: Editors - Papillon


TOP 50 (August 2010)
1    Joy Division – Shadowplay
2    The Sisters of Mercy – Walk Away
3    The Smiths – Nowhere Fast
4    Joy Division – Love Will Tear Us Apart
5    Joy Division – She's Lost Control
6    Joy Division – Transmission
7    The Chameleons – Second Skin
8    The Smiths – Bigmouth Strikes Again
9    The National – Bloodbuzz Ohio
10    Joy Division – Leaders of Men
11    Echo & The Bunnymen – The Killing Moon
12    The Chameleons – Less Than Human
13    Joy Division – Dead Souls
14    The National – Afraid of Everyone
15    The Cure – Just Like Heaven

   The Drums – Let's Go Surfing
17    Peter Murphy – Cuts You Up
18    Arcade Fire – The Suburbs

   Joy Division – Warsaw
20    Joy Division – Disorder
21    Editors – Munich
22    Joy Division – New Dawn Fades
23    Joy Division – Insight
24    The Sisters of Mercy – Flood I
25    Joy Division – Colony
26    The Sisters of Mercy – Temple of Love
27    The Cure – Lovesong
28    Clan of Xymox – Louise

   Interpol – Lights
30    New Order – Ceremony

   The National – Anyone's Ghost
32    Editors – Blood
33    Editors – Bullets
34    The Cure – Lullaby
35    Placebo – The Bitter End
36    The Chameleons – Don't Fall
37    Pixies – Monkey Gone to Heaven
38    Radiohead – Knives Out
39    Joy Division – Atmosphere
40    The Smiths – There Is a Light That Never Goes Out

   The xx – VCR
42    Editors – Papillon
43    Joy Division – Decades

   Joy Division – Heart and Soul

   Siouxsie and the Banshees – Israel
46    The Cure – Let's Go to Bed
47    The Smiths – How Soon Is Now?
48    Bauhaus – Silent Hedges
49    Joy Division – Isolation
50    Arcade Fire – Empty Room

Donnerstag, 2. September 2010

(((S))) - Das Mysterium geht weiter!

Es bleibt weiter mysteriös um das dänische Ein-Mann-Projekt (((S))), welches uns in den letzten zwei Jahren mit den Alben Ghost und Phantom beglückt hat.

Noch immer erfährt man keine Details, was sich hinter dem Synonym (((S))) verbirgt. Weiterhin spuckt keine Suchmaschiene verwertbare Informationen aus, wenn man den dreifach geklammerten Buchstaben S eingibt. Folglich ist die Bezeichnung "ungooglebar" immer noch zutreffend.

So verwundert es auch nicht, daß um das neuste Werk des Musikers aus Dänemark (zumindest diese Tatsache ist bekannt) ebenfalls ein großes Geheimnis gemacht wird. Es ist lediglich zu erfahren, daß es sich um ein Album mit dem etwas ungewöhnlichen Titel "The Deutsch EP" handelt. Wenn man allerdings weiß, daß das Album 4 Songs enthält, die jeweils in einer deutschen und einer englischen Version vorliegen, dann wird die ganze Angelegenheit schon ein wenig durchschaubarer - zumindest   jedenfalls was den Albumtitel angeht.

Doch welche Songs nun genau auf der EP enthalten sind, das ist streng geheim. Aber von September bis Dezember wird jeweils zum Ersten des Monats ein Song in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht werden. Im September handelt es sich dabei um einen Beatles-Klassiker in den folgenden zwei Versionen:

1. Komm gib mir deine Hand
2. I wanna hold your hand

<a href="http://fustydk.bandcamp.com/track/komm-gib-mir-deine-hand-2">Komm gib mir deine Hand by (((S)))</a>

Die Veröffentlichung der kompletten EP ist bei verschiedenen Onlineanbietern für kurz vor Weihnachten geplant. Es wird sozusagen der Vorbote auf das dritte Album sein, welches für 2011 angekündigt ist.


Link "(((S))) bei MySpace"

Link "(((S))) bei bandcamp"

DECLARATION

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