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Mittwoch, 4. August 2010

DV8 2010 - Ein Festivalbericht (Teil 1)

Heute darf ich Euch einen besonderen Leckerbissen präsentieren: Einen Festivalbericht vom diesjährigen DV8Fest in York / England. Das Ganze kommt von Jens (Schwarze Zone), der hier schon als Verfasser mehrerer Posts in Erscheinung getreten ist. Aufgrund der Länge des Berichtes habe ich ihn in drei Posts aufgeteilt und werde diese in kurzen Abständen hier bei Darklands veröffentlichen. Nachfolgend nun der erste Teil des Berichtes von Jens:

Ende März, direkt nach dem WGT, entdeckten wir ein Festival Lineup, dem wir nicht widerstehen konnten. Das erste DV8Fest sollte Mitte Juli in York stattfinden. Da wir Sommer eh irgendwie ungoth finden war die Aussicht auf ein paar verregnete Urlaubstage in England natürlich sehr verlockend.
Freitagmittag ging es dann in Frankfurt bei den diesen Sommer üblichen inakzeptablen Temperaturen jenseits der 30º C in den Flieger nach Manchester, wo uns ein bedeckter Himmel und herrliche 17º C erwarteten. Was uns nicht erwartete, war die Hälfte unseres Gepäcks, das noch eine Besichtigungstour auf Deutschlands größtem Flughafen unternahm. So was hebt nicht gerade die Stimmung und lässt dann auch die Luft aus den Zeitpuffern, denn 19:25h zu Grooving in Green  stand als definitiv spätester Aufschlagzeitpunkt am Veranstaltungsort fest. Nachdem wir bei der Gepäckermittlung die entsprechenden Angaben gemacht hatten, ging es dann zum Flughafenbahnhof und ab nach York. Über ausgefallene Klimaanlagen und kollabierende Bahnreisende weiß ich nicht zu berichten - es war ja auch nicht so heiß. In York angekommen wurde schnell das Restgepäck ins Hotel gebracht und dann die Innenstadt aufgesucht, um lebenswichtige Reiseutensilien zu ersetzen.

Das Festival fand auf drei Bühnen statt: The Duchess, Fibbers und Stereo. Das Duchess war der größte Veranstaltungsort und vom Programm her auch die von uns primär bevorzugte Bühne. Das Fibbers liegt ein paar Meter neben dem Duchess und beherbergte die Electrofraktion für das Wochenende. Das Stereo hatte grob den Schwerpunkt Horropunk und war im strammen Fußmarsch in 10 Minuten zu erreichen. Weil sich alles um einige Minuten verzögerte, kamen wir dann auch rechtzeitig ins Duchess, um sogar noch Legion zu sehen. Musikalisch sehr nett, war mir der Gesang live doch etwas dünn und zeitweise schräg. Aber einen super Spruch haben die auf den T-Shirts!

Dann endlich Grooving in Green, die Band mit den ehemaligen Children on Stun Mitgliedern Pete und Si an den Gitarren und Sänger Tron ehemals Solemn Novena. Während wir Ostern beim Gotham Sounds Festival in Hilden noch ein paar Children on Stun Klassiker hören durften, bestritten GiG diesen Auftritt mit eigenem Material. Stilistisch alles nicht weit weg von CoS – aber hey, genau das wollten wir hören! Der Rest des Publikums offensichtlich auch, denn die Stimmung war sehr gut. Und dann gab es noch eine Zugabe gemeinsam mit Rosie Lugosi, der strengen  Moderatorin des Festivals, die bei Fragen an das Publikum stets ein „Yes, Mistress“ als Antwort einforderte... Unter ihrem Namen Rosie Garland kennt man sie als Sängerin der March Violets und die wiederum haben 1983 ein Stück namens Grooving in Green veröffentlicht, welches nun gemeinsam aufgeführt wurde.

Für uns ein toller Auftakt des DV8 und zudem konnten wir die Befürchtungen, ein ganzes Wochenende warmes, geschmacksarmes Lager trinken zu müssen ad acta legen: Das leckere Newcastle Brown Ale (auf der Getränkekarte gerne mal mit NBA abgekürzt), welches es als einziges auswärtiges Bier sogar in unseren heimischen Kühlschrank schafft, half uns über das gesamte Festival.

Und da wären wir dann auch gleich beim Thema: Drunk, Stupid and Goth ist ein anderes schönes T-Shirt Motiv und Eingeweihte schließen daraus, dass jetzt Vendemmian anstanden. Mark und Dave (ohne Livebassisten Danny) führten die von GiG begonne Schiene mit 90er Jahre BritGoth weiter. Das Publikum ging auch hier prächtig mit; vereinzelt wurden sogar Menschen auf die Schultern gehoben. Richtige Pyramiden konnte man aber nicht bauen – das lässt die Deckenhöhe des Duchess nicht zu. Da bei Vendemmian der Spaß zum Programm gehört, hatten sie auch wieder einige aufblasbare Kühe dabei, die durch die Reihen flogen. Eine echte Herausforderung an die Koordinationskünste einiger Zuschauer – Welle:Erdball machen es ihrem Publikum mit den großen Bällen bei ihren Konzerten deutlich leichter.

Headliner des Abends waren The Eden House, die Gothic All-Star Band, die von Stephen Carey (Adoration, Ex- This Burning Effigy) und Tony Pettitt (NFD, Ex- Fields of the Nephilim) angeführt wird. Auf der TEH Facebook Seite ist ein sehr guter Überblick, wer da so alles seine Finger im Spiel hat. Spannend ist hier immer, welche stimmgewaltigen Damen auf der Bühne sein werden. Diesmal waren es zunächst Anna-Christina , die hier erst ihren zweiten Gig mit TEH spielte sowie Valenteen. Für mehrere Stücke kam dann auch Amandine Ferrari auf die Bühne. Von der Mannschaftsaufstellung her sind The Eden House irgendwie das Real Madrid der Goth Bands. Und die spielen auch noch fantastisch zusammen! Sehr auffällig sind die tollen Stimmen der Sängerinnen, und unterlegt wird das ganze von einem Gitarren- und Bassspiel, das seinesgleichen sucht. Bei der Psychonaut-artigen Basspassage im Stück To Believe in Something läuft es mir immer wieder kalt den Rücken herunter. Für mich das erwartete Highlight des Festivals. 



Den Abend ließen wir im Duchess mit netter Tanzmusik ausklingen. Als die Musik mehr und mehr in den Indie/Alternative Bereich ging und das „normale“ Wochenendpublikum überhand nahm, reichte es und auch für Tag 1.

... Fortsetzung folgt !!!

Link "Schwarze Zone (Jens) bei MySpace"

Link "Webseite DV8Fest"

Link "Legion bei MySpace"

Link "Grooving in Green bei MySpace"

Link "Vendemmian bei MySpace"

Link "The Eden House bei MySpace"

Link "The Eden House bei Facebook"

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