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Sonntag, 7. Februar 2016

Get Well Soon - Von den Abgründen in der Liebe


Seit seinem Debutalbum "Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon", bin ich Fan des deutschen Sängers, Songschreibers und klassisch ausgebildeten Multiinstrumentalisten (Klavier, Cello, Schlagzeug und Gitarre) Konstantin Gropper und seinem Musikprojekt Get Well Soon. Seit diesen Tagen hat der Song "I Sold My Hands For Food So Please Feed Me" einen festen Platz in meiner ewigen Bestenliste abonniert.



Bereits 2003 begann Konstantin Gropper parallel zu seinem Studium an der Mannheimer Popakademie Musik zu schreiben und aufzunehmen. Dem im Jahre 2008 veröffentlichten Debütalbum folgten zwei weitere Alben, ein Soundtrack sowie diverse EPs. Im Januar 2016 ist nunmehr das vierte Album von Get Well Soon erschienen, welches den Titel "Love" trägt.

"Love" ist ein Themenalbum über die zahlreichen Facetten der Liebe. Eigentlich nichts Neues in der Pop-Musik sollte man meinen. Es gibt wohl kaum ein Thema, mit dem man sich hier mehr beschäftigt hat, als mit der Liebe. Meist wird sie dabei trotz allem Herzschmerz idealisiert und romantisch dagestellt. So wie wir sie uns eben gerne wünschen.

Get Well Soon zeigt uns mit den elf Love Songs des Albums jedoch besonders die Wiedersprüche und Abgründe in der Liebe auf. Liebe als fragiles Gebilde, welches, wenn nicht im Gleichgewicht gehalten, seine Kehrseite offenbahrt. Eifersucht, Einsamkeit, Dominanz, Zerstörung, und Unterwerfung sind einige der Begleiterscheinungen der Liebe, die allzu oft ausgeblendet werden.



Mit seinen teils intimen, teils orchestralen Pop-Songs beleuchtet Konstatin Gropper diese Begleiterscheinungen. Manchmal führen die zuckersüßen Melodien den Zuhörer dabei gehörig auf die falsche Fährte. Am Ende sind es die oft abgründigen Songtexte, die den Bezug zu den Schattenseiten der Liebe herstellen. Letztendlich fällt es schwer die Songs des neuen Albums seriös zu interpretieren. Vieles bleibt rätselhaft. Eines aber ist sicher: Wer sich auf "Love" wirklich einläßt, dem eröffnen Get Well Soon ganz viele wunderbare Gelegenheiten für schönstes Kopfkino. Dabei ist jeder sein eigener Regisseur. Das beste Beispiel dafür ist der Song "Young Count Falls For Nurse", dessen Text aus einer Aneinanderreihung der Titel diverser Rosamunde Pilcher-Filme besteht.



Am 03. März spielen Get Well Soon im Kölner Gloria. Eine willkommene Gelegenheit die Band live zu sehen.

Link zur Homepage von Get Well Soon

Samstag, 6. Februar 2016

Feeding Fingers - Vielschichtiges Monumentalwerk abseits des Mainstreams


Es ist kein Geheimnis, dass sich mit Musik abseits des Mainstreams heutzutage in der Regel kein großes Geld verdienen lässt. Die Veröffentlichung von Alben oder die Organisation von Tourneen sind oft mich erheblichen finanziellen Risiken für die Künstler verbunden. Nicht selten bleiben die Musiker auf einem Teil der Kosten sitzen.

Dennoch gibt es Idealisten, die sich dadurch nicht abschrecken lassen uns mit ihrer Kunst zu beglücken.Ein Beispiel für einen solchen Idealisten ist sicherlich Justin Curfman, der Frontmann und Mastermind der Band Feeding Fingers. Er ist nach diversen Besetzungswechseln die beständige Größe der Band. Mit seiner Kreativität und seiner Bereitschaft seine Ideen in enger Zusammenarbeit mit anderen Künstelern auszuarbeiten, prägt er den Stil einer Band, deren künstlerischer Output nicht nur hinsichtlich ihrer Songs, sondern auch in der Gestaltung des zugehörigen Cover-Artworks und der visuellen Umsetzung der Musik eine hohe Qualität besitzt.

Dies wird einmal mehr durch das inzwischen fünfte Studioalbum der Feeding Fingers bestätigt, welches den Namen "Attend" trägt und am 9. Februar 2016 erscheinen soll. "Attend" stellt den bisherigen Höhepunkt des Schaffens von Justin Curfamn dar. Seit den ersten Skizzen im Spätherbst 2014 sind inzwischen 25 Songs entstanden, die auf Dreifach-Viny, Doppel-CD oder als Download erhältlich sein werden.


"Attend" erzählt die Geschichte eines Mannes und der Entwicklung bzw. Veränderung seiner Psyche. Dabei vereinen sich Musik und Text zu einer  wundervollen Collage. Mit seinem leidenschaftlichen, eindringlichen Gesang haucht Justin Curfman seinen Liedern Leben ein und verleiht ihnen Seele.

Während die Musik der Feeding Fingers in den Anfangsjahren vor allen Dingen von Post-Punk Einflüssen geprägt war, ist es inzwischen schwer eine passende Schublade zu finden. Die Songs der Band bedienen sich vieler verschiedener Musikstile und verbinden sie zu einem besonderen Gesamtkunstwerk, für das das neue Album Attend das beste Beispiel ist.

Eines dürfte zumindest nach den ersten Hördurchläufen klar sein: "Attend" ist kein Album, welches sich in seiner vollen Tiefe dem Hörer direkt erschliesst. Sicherlich gibt es Songs, die einem direkt ins Ohr fallen und sich in den Gehörgängen festgraben, wie z.B. "Polaroid Papercuts", eine der beiden vorab veröffentlichten Singleauskopplungen.



Letztendlich muss man sich aber ausreichend Zeit nehmen, damit sich die wahre Schönheit von "Attend" mit all seinen Feinheiten und Facetten offenbahrt. Dieses Monumentalwerk abseits des Mainstream will förmlich erarbeitet und entdeckt werden. Ist man dazu bereit, entfaltet sich die wahre Komplexität und Vielschichtigkeit des Albums dem geneigten Hörer.

Neben bewährtem Post Punk ("Polaroid Papercts") findet man auf "Attend" Songs mit jazzigem Sound ("Barbed Wire Threads the Sun") oder mit Hip-Hop-Anleihen ("Did My Absence Follow Me"). Beim Song  "And Crayon Toxic Twins" spielt ein Saxophon eine entscheidende Rolle, während beispielsweise "Survive Bliss" durch das Zusammenspiel von Klavier und Akkordeon besticht. Mit dem Stück "Ashes Displayed in Zoo" beschreiten die Feeding Fingers ebenfalls neue Wege, ist hier doch das für westliche Ohren eher untypische Instrument Erhu (eine zweisaitige chinesche Fiedel) zu hören. Ähnliches gilt auch für den Song  "The Last Bruise I Harvest Here", in dem eine Pipa, eine chinesische Laute, zu hören ist. Wunderschön ist auch das zerbrechlich anmutende Stück "The Firstborn Stands Sedated", bei welchem der leidenschaftliche Gesang von Justin Curfman durch den minimalistischen Sound von Violine, Violoncello und Klavier getragen wird.

Mit den beiden Videos zu "Your Candied Laughter Crawls" und "Where All Of These Towns And Choices End" möchte ich Euch dieses wirklich beeindruckende und vielschichtige Album ans Herz legen. Mehr Intensität geht fast nicht mehr.



Begleitet wird die Veröffentlichung vom Start der Weltturnee der Feeding Fingers, bei der jedoch das Augenmerk nicht nur auf die neuen Songs gelegt werden soll, sondern Stücke aus der kompletten bisherigen Schaffensperiode der bereits 2006 egründeten Band zu hören sein werden.



Link zur Hompage der Feeding Fingers

Donnerstag, 31. Dezember 2015

The Invincible Spirit - Neues von dem deutschen Electro Wave-Projekt


Wer kennt ihn nicht, den großartigen EBM Tanzflächen-Knaller "Push" von dem deutschen Electro Wave - Projekt The Invincible Spirit? Ich habe das dazugehörige Album "Current News" damals zu jeder Party mitgebracht, um auf Songs wie "Push", "Make a Device" und "Provoke You", die heute sicherlich als Klassiker zu bezeichnen sind, abzutanzen. Das Album ist inzwischen ein Meilenstein in Sachen "Old School - EBM".



Der Schöpfer dieser Song-Juwelen heißt Thomas Lüdke. Bekannt geworden ist er bereits mit der 1984 von ihm gegründeten Band Invisible Limits und den Szene-Hits wie "Love Is A Kind Of Mystery" und "Devil Dance". Nachdem er die Band verlassen hatte, startete er 1986 mit einem Solo-Projekt zunächst unter dem Namen The Invincible Limit, welches er wenig später dann in The Invincible Spirit umbenannte.



1987 wurde das besagte Debüt-Album "Current News" veröffentlicht. Es folgten Anfang der 90iger Jahre noch drei weitere Alben, doch dann wurde es still um The Invincible Spirit. Nachdem Thomas Lüdke 2005 mit dem Album "Antology" so etwas wie die Bilanz seines bisherigen Schaffens gezogen hat, habe ich nicht mehr wirklich daran gedacht, jemals etwas Neues von The Invincible Spirit zu hören.

Umso größer war mein Erstaunen, als ich gelesen habe, dass The Invincible Spirit Ende November 2015 ein neues Album veröffentlicht haben. Es trägt den Namen"Anyway" und umfasst 17 neue Songs. Dabei beweist Thomas Lüdke, dass ihm auch ruhigere Stücke, wie das nachfolgende "Anyway" gut zu Gesicht stehen.



Darüber hinaus gibt es natürlich auch jede Menge Songs, die mit ihren harten Elektro-Sounds den früheren Werken von The Invincible Spirit in nichts nachsteht, wie das Stück "Hate You" beweist.



Link zur Webseite von The Invincible Spirit

Freitag, 20. November 2015

Double Echo - Dunkle Wave-Musik der alten Schule


Heute habe ich nach langer Zeit nochmal in den Band-Empfehlungen auf meinem last.fm-Profil gestöbert. Dabei habe ich Double Echo entdeckt, deren Musik mich zuweilen an die von mir sehr geschätzte niederländische Band Clan of Xymox erinnert.

Double Echo, das sind der Amerikaner Chris Luna (Gesang, Gitarre, Bass, Synths, Programming) und der Engländer Ash Lerczak (Gesang, Bass, Programming). Gemeinsam gründeten sie die Band im Jahre 2012. Noch im selben Jahr erschien die "Black Morning"-EP. Im Jahre 2013 veröffentlichte das Duo dann ihr Debütalbum "Phantomime", dem 2014 die 3 Track- EP "Life Inside / Rupture / Sylvia" folgte.

Im April 2015 ist das zweite Album von Double Echo erschienen. Es trägt den Namen "La Danza" und enthält acht Songs aus dem Bereich Dark Wave / Cold Wave. Inzwischen wird Double Echo durch Ellon Souter verstärkt, die sich bei vier Liedern für die weibliche Gesangsstimme verantwortlich zeigt.

Wer auf eindringliche und doch melodische synthetische Klanglandschaften, treibende Beats, dunkle Bassläuf und in Hall getränkte Gesangsstimmen steht, der wird mit Sicherheit bei Double Echo fündig. Aber hört selbst:






Link "Bandseite bei Bandcamp"

Sonntag, 15. November 2015

Therapy? - Großartiges Comeback der Nordiren


Es war mein Soundtrack des Jahres 1994. Die Rede ist von dem Album "Troublegum" der nordirischen Band Therapy?. Auf dem Bizarre Festival in Köln habe ich ihren Auftritt zu den Hits wie "Nowhere", "Screamager", "Die Laughing" oder "Stop It You're Killing Me" in vorderster Reihe abgefeiert.




Ich hätte es damals nie für möglich gehalten, dass es sage und schreibe 11 lange Jahre bzw. 10 weitere Studioalben dauern würde bis mich ein Album von Therapy? wieder richtig begeistern würde.

Im Frühjahr 2015 erschien nun unter dem Namen "Disquiet" das inzwischen 14. Studioalbum der bereits 1989 gegründeten Band. Was soll ich sagen? "Disquiet" ist für mich das legitime Nachfolgealbum zu "Troublegum". Hier klingen Therapy? wieder so, wie ich sie mag: dynamich, frisch und geradeaus.

Auf "Disquiet" finden sich 11 Songs mit großartigen Melodien und einem Crossover aus Punk, Rock und Metall. Diese Kombination zündet wie schon auf "Troublegum" wieder einmal unheimlich gut und Sänger Andy Caims zeigt mit seiner Band, dass sie es noch können. Großartig! Kostproben gefällig? Hier sind sie





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Donnerstag, 12. November 2015

The Churchhill Garden - jede Menge Songperlen


Lange hat es gedauert, viel zu lange. Als ich mich vor kurzem entschloss endlich wieder einmal etwas über Andy Jossi und sein Projekt The Churchhill Garden zu schreiben, habe ich mich gefragt, warum eigentlich erst jetzt. Warum hat es bis heute fast fünf Jahre gedauert, bis ich es endlich schaffe wieder einen Artikel über den sympatischen Schweizer und seine Musik zu schreiben.

Am musikalischen Output hat es sicher nicht gelegen. Andy Jossi hat in schöner Regelmäßigkeit unsere Ohren mit schönsten (Instrumental)-Songs verwöhnt. Beim Durchhören der bisherigen Werke von The Churchhill Garden wird mir ein Grund jedoch schnell klar - und im Grunde ist Andy Jossi sogar ein wenig selber Schuld an der Tatsache, dass ich lange nicht über ihn und seine Musik schreiben konnte. Mit seinem von mir über alles geliebten Song "Cecile" hat er die Meßlatte selber derart hoch gelegt, dass lange Zeit alle nachfolgenden Stücke von mir daran gemessen wurden und - auch wenn sie für sich gesehen allesamt kleine Songperlen waren - nicht gegen diesen Hammersong ankamen. Vielleicht könnt ihr verstehen was ich meine, wenn ihr "Cecile" anhört und nachvollziehen, dass die wunderschöne Vinyl-Version zu einem der Highlights in meinem Plattenregal zählt.



Der zweite Grund dafür, dass endlich wieder ein Bericht über The Churchhill Garden hier bei Darkands erscheint, ist aber auch die Tatsache, dass der vor wenigen Tagen veröffentlichte, neueste Song von Andy Jossi - "Evelyn" - wirklich viel zu gut ist, als dass ich ihn euch lange vorenthalten könnte.



Das Schöne an der ganzen Sache aber ist, dass ich beim Schreiben dieser Zeilen die Musik von The Churchhill Garden für mich selber wieder neu entdeckt habe. Dabei wird mir klar, dass Andy Jossi es wie kein zweiter versteht, mit seinem von Bands wie The Cure oder den Cocteau Twins beeinflussten Shoegaze wunderbares Kopfkino zu erzeugen. So kam mir beim Anhören von "Sleepless" spontan eine schneebedeckte Alpenlandschaft in den Sinn. Umso überraschter war ich, als ich anschliessend die beeindruckende visuelle Umsetzung des Songs durch Alessandro Della Bella entdeckte. Aber seht und hört selbst:


Vielleicht klappt das mit dem Kopfkino bei einem der Songs von The Churchhill Garden ja auch bei Euch. Ich würde es Euch wünschen. Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall!

Link zur Hompage von The Churchhill Garden

Dienstag, 10. November 2015

Razz - ein neuer Stern am deutschen Indie Rock-Himmel


Meiner Meinung nach gibt es einen neuen Stern am deutschen Indie Rock-Himmel. Diesen Stern bringen vier Jungs aus dem Emsland zum Leuchten und sie haben ihn Razz getauft.

Ende Oktober diesen Jahres ist nun das Debütalbum von Razz erschienen, welches den Namen "With your hands we´ll conquer“ trägt. Mit den darauf enthaltenen 12 Songs brennen Niklas Keiser (Vocals/Rhythm Guitar), Steffen Pott (Drums/Background Vocals), Lukas Bruns (Bass) und Christian Knippen (Lead Guitar/Background Vocals) ein wahres Feuerwerk in Sachen Garage und Blues Rock ab.

Die Musik von Razz klingt nach mindestens 30 Jahren intensivem Tourleben durch eine Vielzahl von verqualmten Kellerclubs und nach jeder Menge Lebenserfahrung. Für den hohen Wiedererkennungswert der Songs von Razz sorgt unter anderem die markante, rauchige Stimme von Sänger Niklas Keiser. Schwer zu glauben, dass die vier Emsländer kaum älter als 20 Jahre sind.

 Anbei das Video zur ersten Single "Black Feathers", welches mit seinem Intro sehr an "A Forest" von "The Cure" erinnert.



Bei aller Proffessionalität, mit der Razz ans Werk gehen, so haftet ihnen doch (noch) eine sehr sympathische, jugendliche Unbekümmertheit an, mit welcher die Band ihre Fans vor allen Dingen bei Live-Auftritten in ihren Bann ziehen (werden). Davon könnt ihr Euch beim nachfolgenden Konzert-Mitschnitt vom Lollapalozza-Festival 2015 in Berlin überzeugen.



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Sonntag, 8. November 2015

Lea Porcelain - Traut Euch und entdeckt diese wunderbare Musik


Es gibt ein deutsches Redensart, welche lautet: "Vorsicht heißt die Mutter der Porzellankiste". Vorsicht ist jedoch nicht geboten, wenn es um eine Band aus Frankfurt am Main geht, die den wunderschönen Namen Lea Porcelain trägt. Hier kann es nur heißen: "Traut Euch und entdeckt die Musik des vielversprechenden Duo's, welches das Zeug hat in Zukunft auch international für Furore zu sorgen.

Hinter dem Namen Lea Porcelain stehen die beiden Deutschen Julien Bracht und Markus Nikolaus. In England machten die Musiker aus der Main-Metropole bereits mit ihrem ersten Song "Similiar Familiar" vor Monaten von sich reden und ernteten dabei durchweg positive Kritiken.



Der Sound des Frankfurter Duos ist vielleicht am ehesten als dunkler, treibender Electro Rock zu beschreiben. Auf Soundcloud sind seid einigen Wochen zwei weitere Songs von Lea Porcelain zu finden. Zum einen das etwas düstere, treibende Stück "Bones", welches stilistisch an "Similiar Familiar" erinnert. Doch Lea Porcelain können auch anders, wie sie mit dem vergleichsweise luftig-melancholischen Song "A Year From Here" beweisen.




Beide Songs machen zusammen mit dem schon älteren Stück "Similiar Familiar" unbedingt Lust auf ein komplettes Album von Lea Porcelain.
  
Link zur Webseite von Lea Porcelain

Donnerstag, 5. November 2015

Halo Effect - jede Menge neue Songs für ein perfektes Leben


Unter dem Halo Effekt wird die Tendenz verstanden, faktisch unabhängige oder nur mäßig korrelierende Eigenschaften von Personen oder Sachen fälschlicherweise als zusammenhängend wahrzunehmen. Einzelne Eigenschaften einer Person (z. B. Attraktivität, Behinderung, sozialer Status) erzeugen einen positiven oder negativen Eindruck, der die weitere Wahrnehmung der Person „überstrahlt“ und so den Gesamteindruck unverhältnismäßig beeinflusst.

Unter dem Namen Halo Effect gründeten die vier Italiener John Peverieri, Alessandro Polinori, Federico Rosi und Marco Cattani im Herbst 2001 eine Band, um gemeinsam Musik zu machen. Im Oktober 2015 erschien unter dem Namen "Life Is Perfect" ihr nunmehr viertes Album.

"Life Is Perfect" liefert mit 16 Songs jede Menge gute Musik aus dem Bereich Synth Pop / Electro Pop. Dabei muss der geneigte Hörer weder auf den szenetypischen Gesang und charakteristische Rhythmen, noch auf stilistische Anleihen aus den Bereichen Future Pop, Techno und EBM verzichen. Wer darauf steht, den erwartet mit dem neuen Album von Halo Effect satte 75 Minuten Hörvergnügen, wovon ihr euch mit der beigefügten Album-Promotion überzeugen könnt.


Welche Eigenschaft des Albums euch bei der weiteren Beurteilung der Band aus der italienischen Hauptstadt beeinflußt, bleibt natürlich eurer ganz persönlichen Wahrnehmung überlassen.

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Dienstag, 3. November 2015

A Projection - Erinnerungen an die Factory Records-Bands der frühen 80iger Jahre werden wach


In ihrer Heimat wurde die Anfang 2013 in Stockholm gegründete Band A Projection innerhalb kürzester Zeit aufgrund ihrer intensiven Liveshows zu einem echten Underground-Tipp. Seit Frühjahr 2015 gibt es nun das Debütalbum der sechs Schweden, welches den Namen "Exit" trägt.

"Exit" wurde von der Band - Isak Eriksson (Gesang), Amos Pagin (Gitarre), Charles Karjalainen (Gitarre und Gesang), Rikard Tengvall (Bass und Gesang), Linus Högstadius (Synthesizer und Gesang) und Jesper Lönn (Schlagzeug) - in nur 18 Monaten in Eigenregie produziert. Aufgenommen wurde das Album von A Projection in Stockholm inmitten des schwedischen Winters, was laut Sänger Isak Eriksson einen starken Einfluss auf die Stimmung des Albums genommen hat.

Enstanden sind so zehn großartige, stilistisch zwischen New Wave, Post Punk und düsterem Indie Pop angesiedelte Songs. Die Lieder sind geprägt durch präzises Schlagzeug-Spiel, melodische Bass- und Gitarrenläufe, passend eingestreute Synthesizer-Parts und einen angenehmen, teils mehrstimmigen Gesang.

A Projection sorgen für einen Zeitsprung zurück in die frühen 80iger Jahre, erinnern die Schweden mit ihrer Musik doch sehr an die letzten Tage von Joy Division und die ersten Schritte von New Order. Damals hätte ihre Musik perfekt zum britischen Label Factory Records aus Manchester gepasst. Heute können wir froh sein, dass es solche Labels, wie Tapete Records aus Hamburg gibt, die eine solch entzückende Band wie A Projection bei der Veröffentlichung und dem Vertrieb ihrer Musik unterstützen.

Anspieltipps sind die Songs "Exit" und "Young Days“.



Link zur Webseite der Band

Sonntag, 1. November 2015

Protomartyr - Das "Post Punk-Album" des Jahres kommt aus Detroit


Heute möchte ich euch eine Band nahebringen, die ich aufgrund ihrer Vita, ihrer Musik und der Art und Weise, wie sie sich präsentiert, absolut bemerkens- und empfehlenswert finde. Es geht um Protomartyr, eine im Jahr 2010 gegründete US-amerikanische Post Punk-Band..

Protomartyr bestehen derzeit aus den Mitgliedern Joe Casey (Gesang), Greg Ahee (Gitarre), Alex LeonMhard (Schlagzeug) und Scott Davidson (Bass-Gitarre). Nach dem Debütalbum "No Passion All Technique" (2012) und dem Nachfolger "Under Color of Official Right" (2014) hat das Quartett aus Detroit, Michigan, Anfang Oktober ihr nunmehr drittes Album, welches den Namen "The Agent Intellect" trägt, veröffentlicht.

Die vier Jungs von Protomartyr sehen nicht unbedingt wie Gewinner aus. Die Tatsache, dass sie aus dem von Arbeitslosigkeit und Verfall geprägten Detroit stammen, passt da genau ins Bild. Frontmann  Joe Casey scheint genau zu wissen, worüber er singt, wenn es um Themen wie Religion, Politik und Familie, insbesondere an Orten wie seiner Heimatstadt, geht.

Dabei drückt Casey insbesondere bei Live-Auftritten den Songs ganz klar den Stempel auf. Meist tut er das mit einer Zigarette im rechten Mundwinkel und Dosenbier am Bühnenrand. Der Sänger - sicherlich um Jahre älter als der Rest der Band - legt mit seinem sehr emotionalen, oft an Ian Curtis erinnernden Gesangstil den Grundstein für die Stimmung jedes Songs.

Seine drei deutlich jüngeren Mitstreiter unterstreichen die teils gesprochenen, teils gesungenen Texte ihres Sängers mit einem unkonstruiert wirkenden, aber immer auf den Punkt kommenden Sound aus noisigen Punk-Gitarren und brachialen Schlagzeugpassagen. Heraus kommt dabei ein Musik, die irgendwo zwischen den Sex Pistols und Joy Division zuhause ist, sich dabei erfrischend deutlich vom Brei vieler altbacken klingenden Post Punk Bands unserer Zeit abhebt. Es ist zwar nicht neu, was Protomartyr machen, aber lange habe ich es nicht mehr so gut gehört.

Als Beleg ein Live-Video des Songs "Come And See" vom zweiten Album "Under Color of Official Right" sowie die von der Musikwebseite produzierte nicht alltägliche "Take Away Show" mit Protomartyr:





Protomartyr halten der Welt mit ihren Songs den Spiegel vor. Ehrlich, ungeschliffen und ohne Kompromisse - genau wie ihre Musik eben. Auch wenn das dritte Album eingängiger als noch die beiden etwas punkiger ausgefallenen vorausgegangenen Alben ist, besitzt "The Agent Intellect“ absolut das Zeug zum Post Punk-Album des Jahres.



Link zur Bandseite bei Bandcamp

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Soko - von vertonten Punk-Geheimnissen

    
Heute möchte ich euch eine Künstlerin vorstellen, die ich schon seit einiger Zeit hier bei Darklands präsentieren wollte, es aber bisher leider nie getan habe. Doch damit ist jetzt Schluß. Nachfolgend geht es deshalb um SoKo.

Hinter SoKo verbirgt sich die französische Sängerin und Schauspielerin Stéphanie Alexandra Mina Sokolinski. Bereits im Alter von 16 Jahren verließ SoKo ihr Elternhaus in Bordeaux und zog nach Paris, wo sie die Schauspielschule besuchte. Neben der Schauspielerei (2010 erhielt sie eine César-Nominierung als Beste Nachwuchsdarstellerin für ihre Rolle in Xavier Giannolis Drama Der Retter) legte SoKo ihr Augenmerk immer wieder auch auf die Musik.

Im Jahre 2007 erschien dann ihre erste EP "Not SoKute", die eine Sammlung englischsprachiger Pop-Songs enthielt, die geprägt waren, von dem nicht zu verkennenden französischen Akzent der Sängerin, der ihren Liedern eine sympathische und authentische Note verleiht. Einen Beleg hierfür bietet der Song "I'll Kill Her", dessen Video ich nachfolgend sehen könnt.



Nach dem ersten vollständigem Album "I Thought I Was an Alien" (2012) erschien im März 2015 das zweite Album von SoKo, welches den Namen "My Dreams Dictate My Reality" trägt.

Seit ihrer ersten EP hat die inzwischen platinblonde Sängerin nicht nur ihr äußeres Erscheinungsbild stark verändert. Auch musikalisch hat sich einiges bei SoKo getan. Verschwunden ist der betont starke französische Akzent. Die Songs gehören längst nicht  mehr alle in die Folk Pop - Schublade. Inzwischen besitzen sie eine angenehme Punk und New Wave Attitude. Geblieben sind jedoch die frechen, teils rebellischen und meist sensiblen Inhalte, welche die Songs von SoKo nicht nur musikalisch, sondern auch textlich äußerst ansprechend und interessant gestalten.

Sich selbst und ihre Musik charakterisiert die Französin wie folgt: "Ich bin komplett wild, komplett vegan und immer unberechenbar. Wenn mich Leute nach meinem Musikstil fragen, antworte ich, dass ich vertonte Punk-Geheimnisse erzähle."

Damit ihr noch einen akustischen und optischen Eindruck erhaltet, wie sich SoKo auf ihrem neuen Album präsentiert, habe ich die Videos zu den Songs "Temporary Mood Swings" und "Who Wears The Pants?" beigefügt.



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Samstag, 24. Oktober 2015

Décibelles - Drei Mädels aus Frankreich rocken die Bühne


Vorgestern ging es mal wieder auf ein Konzert. Eine meiner Lieblingsbands - Motorama - spielte im nahegelegenen "Nieuwe Nor" in Heerlen (eine übrigens sehr zu empfehlende Location, mit einem regelmäßigen und breiten Angebot an interessanten Konzerten). Die Vorfreude war groß, die Band aus Rostov am Don (Russland) endlich nach 2012 wieder live hören zu dürfen. Doch wenn ich sagen sollte, ws nach dem Konzert an positiven Eindrücken am meisten hängengeblieben ist, dann muß die ehrliche Antwort heißen: Der furiose Auftritt der Vorband!

An diesem Abend rockten die 3 Mädels der französischen Band Décibelles (Sängerin und Gitarristin Sabrina Duval, Sängerin und Schlagzeugerinn Fanny Bouland und Bassistin Emilie D'Ornano) mit ihrem sympatischen und leidenschaftlichen Gig die Bühne und ließen die ohne ihre Bassistin aufgetretenen Jungs von Motorama dagegen eher blass aussehen.

Die Musik des Trios aus Lyon kann man als eine Mischung aus Post Punk und Power Pop bezeichnen. Vielleicht trifft die Bezeichnung Power Punk ihre Art von Musik noch am Besten. Charakteritisch für den Sound der Décibelles sind treibene Bassläufe, sehr vielschichtiges Schlagzeugspiel, mehrstimmiger Gesang und ein Gespür für die richtige Melodie. Mal laut, mal leise, mal langsam, mal schnell und hart - die drei Damen aus Frankreich wussten durch ihr variables Spiel sehr zu gefallen.

Angeblich soll sich die Band schon zur Schulzeit im Jahre 2004 gegründet haben. Man fragt sich wirklich, ob das sein kann, wenn man die jungen Damen auf der Bühne agieren sieht. Lediglich die gekonnte Art ihre Musikintrumente zu beherrschen, deutet darauf hin, dass die Décibelles schon 11 lange Jahre zusammen Musik machen.

Das Debutalbum "Pedro Joko", welches ich als Andenken an diesen Abend am Merchendise-Stand erworben habe, erschien bereits im Jahre 2011. Als Hörprobe habe ich euch meinen Lieblingssong "Bill Murray" aus diesem Album beigefügt.


Im Semptember diesen Jahres ist nun auch das zweite Album "Sleep Sleep" erschienen, welches ihr euch nachfolgend als Stream anhören könnt.


Ich hoffe, dass ihr an der frischen, kraftvollen und unverbrauchten Musik der Décibelles genauso viel Gefallen findet, wie ich. Vielleicht könnt Ihr sie ja sogar live erleben. Die nächsten Konzerttermin findet ihr auf der Bandcamp-Seite der drei Französinnen, welche ich nachfolgend verlinkt habe.

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Dienstag, 20. Oktober 2015

She Past Away - Türkische Musik mal anders


Musik aus der Türkei hat mich bisher ehrlich gesagt nicht wirlich vom Hocker gerissen. Doch inzwischen gibt es eine Ausnahme und die heißt She Past Away. Die Band, die bereits 2006 von Sänger und Gitarrist Vokan Caner und Bass-Gitarrist Idris Akbulut in Bursa gegründet wurde, fasziniert mich mit ihren düsteren Songs, die sich im Spannungsfeld von Bands wie The Sisters Of Mercy, Calling Dead Red Roses und Clan Of Xymox bewegen.

Nachdem die Musiker von She Past Away in ihren vorherigen Bands englischsprachige Musik gemacht hatten, erschien es ihnen letztendlich authentischer, Musik in ihrer Muttersprache zu machen. Auf diese Weise wollen She Past Away ihre Landsleute für ihre Art von Musik begeistern, für die es in der Türkei bisher nie ein wirkliches Publikum gab.

Die türkischen Texte der Songs ergänzen die Musik von She Past Away durch ihre besondere Phonetik auf eine - wie ich finde - ideale Art und Weise, auch wenn man sie als jemand, der der türkischen Sprache nicht mächtig ist, inhaltlich nicht versteht. Wer sich denoch dafür interessiert, worum es in den Texten von She Past Away geht, der kann sie auf ihrer Faceook-Seite auf englisch nachlesen. Nach Angaben der Band beschäftigen sie sich mit Themen wie Geister, Ungewissheit, Nichtigkeit, religiösen und sozialen Druck und Ausbeutung.

Musikalisch setzen die beiden Türken auf einen kalten, dunkeln Sound, den sie mit Hilfe von Gitarre, Keyboard, dem treibenden Rhythmus eines Drumcomputers und der tiefen Stimme des Sängers Volkan erzeugen.

Nachdem She Past Away 2010 bereits die EP "Kasvetli Kutlama“ veröffentlicht haben, folgte 2012 das vielbeachtete Debütalbum "Belirdi Gece". 2015 verließ Idris Akbulut die Band. Seitdem besteht das Duo neben Volkan Caner aus Doruk Ötztürkan an den Keyboards. Im Mai diesen Jahres erschien das zweite Album von She Past Away, welches den Namen "Narin Yalnizlik" trägt, und welches ich euch nachfolgend als Stream beigefügt habe.


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Samstag, 17. Oktober 2015

The Stammer - von Stottern kann hier keine Rede sein


Beim sehr empfehlenswerten Musik-Blog Coast Is Clear bin ich auf die Band aufmerksam geworden, die ich Euch heute vorstellen möchte. Die Rede ist von The Stammer aus dem amerikanischen Phiadelphia.

Nachdem The Stammer - was soviel bedeutet wie "Der Stotterer" - bereits 2012 die "The Stammer EP" und 2014 das 2-Track Minialbum "Low" herausgebracht haben, ist Ende Juli 2015  mit "Days in Between" ihr erstes "Full-Length"-Album erschienen.

"Days In Between" wurde in den letzten zwei Jahren geschrieben und aufgenommen und es geht darin um verlorene Seelen, schlechte Schauspieler, Autounfälle, Schicksalsvisionen und nicht zuletzt um ein wenig Hoffnung.

Die Grundstimmung auf "Days in Between" ist eher von melancholischer Natur und der Sound wird getragen mal von zurückgenommenem, mal von flirrendem Gitarrenspiel, welches die angenehme, gar nicht dunkle Stimme des Sängers umspielen. Nachfolgend könnt ihr Euch von "Days in Between" selber ein Bild machen.



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Freitag, 16. Oktober 2015

LisaWars - bester deutscher Post Punk mit starker Betonung auf Punk


Es gibt mal wieder Neues vom Duo LisaWars aus Sachsen. Seit 2002 veröffentlichen Jens (Keyboard, Synthesizer) und Micha (Gitarre, Gesang)Songs und Alben. Mitte November ist es wieder mal soweit. Dann erscheint ihr neustes Album "Niemals". Vorab gibt es schon die Single "Du siehst mich nicht", welche ich als Stream diesem Post beigefügt habe.

"Niemals" ist wieder mal ein reines DIY-Album, welches in den letzten Monaten im Proberaum von LisaWars aufgenommen wurde. Nachdem das Duo seine letzten beiden Alben bei zwei Labels veröffentlicht haben, wollten die Jungs dieses Mal wieder alles in eigenen Händen haben und werden das neue Album daher auch selbst vertreiben.

Sänger Micha beschreiben das neue Werk wie folgt: "Textlich sowie musikalisch denke ich ist es eine Fortführung von "Auf Messers Schneide" aber mit einem positiveren Ansatz wenn gleich die Schatten geblieben sind. Ich weiß nicht wo man LisaWars verorten kann, aber da Postpunk trifft es vielleicht am ehesten. Für mich ist es einfach die perfekt unperfekte Art Musik zu machen, einfach strukturiert, dunkel mit Tiefgang, und der ein oder anderen selbst erlebten Geschichte."

Ich bin in der glücklichen Lage die 10 Songs auf "Niemals" schon vor der offiziellen Veröffentlichung hören zu dürfen. Mein Fazit: LisaWars liefern ein kantiges, intensives und ehrliches Stück Musik ab, versehen mit intelligenten, reflektierenden, deutschen Texten, welche von der eindringlichen Stimme des Sängers vorgetragen werden. Das ist bester deutscher Post Punk mit starker Betonung auf Punk. Sehr empfehlenswert.



Link zur Bandseite bei Bandcamp

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Agent Side Grinder - Popsongs mit dunklem, wavigem Grundanstrich


Ich muss es ehrlich zugeben: Der Name der Band Agent Side Grinder aus Stockholm ist hier bei Darklands schon vor mehr als vier Jahren das erste Mal gefallen. Damals hatte ich in einem Interview ihre Landsleute von The Exploding Boy nach empfehlenswerten Nachwuchsbands aus Schweden gefragt.

In diesem Jahr hat die Band aus der schwedischen Hauptstadt nunmehr ihr viertes Album veröffentlicht. Ich kann es nur meiner wie immer zu knapp bemessenen Zeit zuschreiben, Euch bisher nicht mehr von Agent Side Grinder berichtet zu haben.

Stilistisch verbindet die Musik von Agent Side Grinder geschickt den Post Punk von Joy Division mit der elektronischen Ausrichtung von Depeche Mode und dem New Wave von Gary Numan.

Nach den Alben „Agent Side Grinder“ (2008), „Irish Recording Tape“ (2009) und „Hardware“ (2012) liefert das schwedische Quintett (Kristoffer Grip, Johan Lange, Henrik Sunbring, Peter Fristedt und Thobias Eidevald) mit "Alkimia" sein bisher popigstes Werk ab. Jedoch verliert der Sound von Agent Side Grinder dabei nie seinen dunkelen, wavigen Grundanstrich.

Insgesamt gesehen kann man mit keinem der vier Alben der Band aus der schwedischen Hauptstadt
nicht viel falsch machen. Als Hörprobe habe ich Euch die Single-Auskopplung "This Is Us" vom aktuellen Album "Alkimia" beigefügt.



Link zur Bandseite von Agent Side Grinder

Dienstag, 13. Oktober 2015

Selofan - der perfekte Soundtrack für den Herbst kommt diesmal aus Griechenland


Heute möchte ich Euch die Band Selofan vorstellen. Selofan kommen aus Griechenland und sind - genauso wie die von mir sehr geschätzten Lebanon Hanover - derzeit bei Fabrika Records / Dead Scarlet Records beheimatet. Doch das ist nicht die einzigen Gemeinsamkeit der beiden Bands. Auch Selofan ist ein Duo (bestehend aus Männlein und Weiblein) und sie sind ebenso dem Genre Minimal Wave verschrieben wie Lebanon Hanover. Außerdem sind auf ihren Veröffentlichungen Songs in mehreren Sprachen vertreten (... bei Selofan neben Stücken mit englischen und deutschen Texten diesmal sogar zwei Songs auf griechisch)

Selofan verstehen es mit ihrer Musik eine romantsich-melancholische Stimmung zu schaffen. Genauso gut können sie jedoch eine kalte, abweisende, ja zum Teil sogar deprimierende Atmospäre erzeugen. Besonders fesselt mich bei Selofan - und auch hier gibt es eine weitere Parallele zu Lebanon Hanover - die visuelle Umsetzung ihrer Songs. Ihre Videos besitzen hohen künstlerischen Anspruch und weisen dabei eine große Intensität auf. Ein gewisser Hang zum Morbiden ist ihnen sicherlich nicht abzusprechen. Auch das Bedürfnis die Facetten der menschliche Psyche zu thematisieren ist offensichtlich. Bei all dem ergänzen sich Musik und Bild immer auf eine nahezu perfekte Art und Weise. Als ein Beispiel ist nachfolgend das Video zum Song "Love Is A Mental Suicide" von ihrem Debutalbum "Verboten", welches im Jahre 2013 erschien, beigefügt.


Vor einem halben Jahr erschien im März 2015 nunmehr ihr zweites Werk, welches auf den Namen "Tristesse" hört. Hierauf finden sich 12 neue Songs, welche Selofan in ihrem Heimstudio aufgenommen haben. Während bei "Verboten" die Songs klar von Synthesizer, Bass und Drum-Maschine beherrscht wurden, scheint die stilistische Vielfalt der Stücke auf  dem aktuellen Album "Tristesse" größer geworden zu sein. Jedenfalls finden sich klassische Elemente in ihren Liedern genauso wieder wie moderne Strukturen. Sogar ein Saxophon wurde diesmal bei der Instrumentierung verwendet. Die Texte muten teilweise an wie Gedichte, welche von der vielfältigen Instrumentierung passend untermalt werden.

Insgesamt scheint "Tristesse" weitaus weniger eingänglich als der Vorgänger "Verboten". Doch wer sich Zeit nimmt, das neue Album von Selofan zu erschließen, der wird dafür belohnt werden. Es ist der perfekte Soundtrack für die kommenden naßkalten Novembertage.

Sowohl Lebanon Hanover als auch Selofan gehören derzeit zu den von mir meistgehörten und -geliebten Bands und es würde mich sehr freuen, wenn ich euch dazu bewegen könnte, diesen beiden Bands Gehör zu schenken. Damit ihr dafür gar nicht viel Aufwand treiben müsst, habe ich euch nachfolgend das aktuelle Album "Tristesse" als Stream beigefügt.



Link zur Bandseite bei Bandcamp

Sonntag, 11. Oktober 2015

Defekt 86 - dunkle Töne aus dem Rheinland


Seit ihrem Debutalbum „Ultramarin“, welches bereits im Jahre 2009 veröffentlicht wurde, haben mich Defekt 86 aus Köln mit ihren düster-melancholischen Songs in ihren Bann gezogen. Nach der EP „Imperfection“ (2012) erscheint nun sieben Jahre nach Bandgründung - genauer gesagt am 6. November diesen Jahres - der zweite Longplayer, welcher den Namen "Sex And Suicide" trägt.

Drei lange Jahre haben die Arbeiten zum aktuellen Album gedauert. In dieser Zeit ist aus dem Duo inzwischen ein Quartett geworden. Das aktuelle Line-up besteht aus Kain Rauschen (Gesang und Gitarre), Eve Candyslade (Keyboards und Gesang), Holger Schwieren (Gitarre) und Inden Wolken (Bass).

Die Songs von Defekt 86 erinnert an manchen Stellen an Bands wie The Cure oder auch The Sisters of Mercy. Der Stil der Band ist geprägt von treibenden basslastigen Rhythmen und der angenehm dunklen Stimme des Sängers. Eingängige Melodien finden sich in den Liedern von Defekt 86 ebenso, wie verzerrte Stimmen und Gitarren. Das Besondere an der Musik der Kölner ist für mich jedoch, dass man sie nicht nur hören kann, sondern es förmlich spürt, wie die dunklen, tiefen Töne sich bis weit in die Magengrube vorarbeiten und ein wohliges Gefühl erzeugen - zumindest bei mir. 

Die Eigenständigkeit und Vielfältigkeit der Musik von Defekt 86 spiegelt sich vor allen Dingen in der Tatsache wieder, dass ihre Songtexte sowohl zum Teil in deutscher und zum Teil in englischer Sprache verfasst sind. Zudem sind auf "Sex And Suicide" zweit Duette zu finden, welche das musikalische Spektrum der Band um eine weitere interessante Facette erweitert.

Also ich kann euch das in Kürze erscheinende Album "Sex And Suicide" von Defekt 86 nur wärmstens ans Herz legen, wenn ihr ein Faible für den Sound der dunklen Töne habt. Als Hörprobe habe ich noch den ersten Song des Albums, der den Namen "Control" trägt, nachfolgend  als Video beigefügt.



Link zur Homepage von Defekt 86

Freitag, 9. Oktober 2015

Jonas Carping - Bruce Springsteen läßt grüßen ...


Mich erreichen von Zeit zu Zeit e-mails, in denen Künstler mich bitten Ihre Songs anzuhören und - falls die Musik mir gefällt - sie auf radio-shadowplay zu spielen oder einen Artikel auf Darkands zu schreiben. Da ich derzeit wenig Zeit dazu habe, muss ich oft um Geduld bitten. Oft komme ich gar nicht dazu, mir die Songs anzuhören. Manchmal höre ich kurz rein, habe aber keine Zeit für ein Review. Selten "kickt" mich die Musik, die mir zu Ohren kommt, derart, dass ich noch am selben Tag einige Zeilen darüber schreiben muss.

So geschehen heute bei den Songs des aktuellen Albums "Cocktails and Gasoline" von Jonas Carping und Band (Jonas Carping: Vocals, Guitar, Micke Petersson: Lead Guitar, Martin Karlsson: Bass, Marika Dahlbäck: Cello,  Sigrid Nilsson: Vocals) aus Schweden. Es ist ihr zweites Album nach dem Debut, welches bereits 2012 erschienen ist.

"Cocktails and Gasoline" ist ein Album ganz in bester amerikanischer Singer / Songwriter - Manier. Würde man nur die Musik für sich sprechen lassen, so würde man meinen, Bruce Springsteen hätte ein neues Werk herausgebracht. Lediglich das nordische Aussehen von Jonas Carping weckt die Assoziation zu Skandinavien. Doch wenn mir dann wieder seine warme, rauhe Stimme ins Ohr dringt, dann verbinde ich dies doch eher mit Nebraska/USA anstatt mit Schweden. Vielleicht liegt es ja daran dass das Album in der Einöde des schwedischen Hinterland entstanden ist. Ein von Jonas Carping und seiner Band ganz bewußt gewählter Ort, um die Atmosphäre dieser speziellen Landschaft in ihrer Musik aufzufangen.

Jonas Carping beendet seine e-mail an mich mit dem Satz: "We put a lot of heart and effort into them. I hope that shows. Soul. That's all that really matters." Wie wahr! Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Außer die Songs dieses wirklich großartigen Albums, damit ihr euch selber ein Bild von der wunderbaren Musik und der wohklingenden Stimme von Jonas Carping machen könnt.


Link zur Hompage von Jonas Carping

Donnerstag, 16. Juli 2015

Mein Platten-Regal - Neuer Blog rund um radio-shadowplay



Da ich derzeit leider nicht so viel Zeit habe, um Euch in akzeptabler Frequenz an dieser Stelle gute und neue Bands vorzustellen, habe ich seit Kurzem einen neuen Blog eröffnet.

Mein neuer Musik-Blog nennt sich "IndiMichi's  Platten-Regal". Hier wird euch jeden Tag ein Song aus meiner Platten- und CD-Sammlung präsentiert, garniert mit ein paar Sätzen über das, was mich mit dem Song in irgendeiner Art und Weise verbindet. Das kann ich gut vorbereiten und es dauert nicht so lange bis der Post fertig ist. Trotzdem macht es mir Spaß und wird auch ein wenig informativ sein.

Mit der Zeit soll so hoffentlich eine bunte Sammlung von schöner Musik entstehen, an der Ihr vielleicht genauso viel Spaß habt, wie ich. Es geht hierbei quer durch meine Musik-Sammlung und ich bin mir darüber bewußt, dass (in Euren Augen)  sicherlich auch die eine oder andere Peinlichkeit dabei sein wird. Aber ich finde, man muss auch zu seinen Sünden stehen ... :-).

Natürlich würde ich mich über Euer Feedback sehr freuen. Ihr findet den Link auf der rechten Spalte von Darklands - ziemlich weit oben - unter der Überschrift "Mein Plattenregal" und auch hier:

Link zu "IndiMichi's Platten-Regal"

Samstag, 27. Juni 2015

The Insight - Diese Band braucht Eure Unterstützung ...


Die Band, die ich heute vorstellen möchte existiert schon mehr als 15 Jahre. Warum ich sie erst vor Kurzem entdeckt habe, ist mir selbst ein großes Rätsel.

Es geht hier im die Band The Insight. Hört man die Musik von The Insight denkt man an Bands von der Insel zu Beginn der 80iger Jahre. Bauhaus und The Chameleons fallen mir da spontan ein. Es ist feine Mischung aus Post Punk und New Wave der guten alten englischen Schule, welcher in der Musik von The Insight wieder auflebt.

Wer nun meint The Insight seien in Großbritannien beheimatet, der liegt daneben. Das Trio kommt aus Frankreich, genauer gesagt aus Rennes. Die Band wurde bereits im Jahre 1997 von den beiden Brüdern Gaets (Gesang, Gitarre und Keyboards) und Aurélien (Schlagzeug) gegeründet. Im Jahre 2013 stieß dann der Dulac (Bass) hinzu und vervollständigte das Trio.

Nach zwei selbstproduzierten Alben ("Into The Fall" (2002) und "Hidden Things" (2007)) sollte dieses Jahr eigentlich das dritte Album erscheinen. Doch nach einigem Ärger mir ihrem Label  benötigen The Insight eure finanzielle Unterstützug, um das Album "White Noise" veröffentlichen zu können.



Wenn Euch die Musik von The Insight gefällt, dann würden sich die drei Musiker sicherlich über Eure Unterstützung freuen. Nähere Informationen findet ihr unter den nachfogenden Links:

Link zur Homepage von The Insight

Link zur Support-Seite des Albums "White Noise"

Freitag, 26. Juni 2015

Model Kaos - alles andere als chaotisch ...


Es hat zwar etwas gedauert, aber eine so netten Anfrage, wie die vom Promoteam der Band Model Kaos aus Würzburg konnte ich nicht einfach übergehen - zumal die Musik wirklich gut ist.

Model Kaos wurde bereits im Jahr 2011 von Alex M. Kintner (Gesang), K.G. (Schlagzeug und Programmierung) und S. E. Rotwang (Gitarre) gegründet. Das erste Album “Ghost Market” erschien 2012, das zweite Album "Phoenix" folgte im Sommer 2014.
Nach diversen Besetzungswechseln ist heute von den Gründungsmitgliedern nur noch K.G. im aktuellen Line-up zu finden. Komplettiert wird das derzeitige Trio von Sänger Kris und "42" an der Gitarre.

Die Musik von Model Kaos besticht durch einen klar elektronisch geprägten Sound in bester Synth Pop / Future Pop Manier mit der für dieses Genre typischen dunkeln, eher kühlen, Gesangsstimme.



Link zur Band-Homepage

Donnerstag, 25. Juni 2015

Astari Nite - kein Grund anonym zu bleiben ...


Heute möchte ich euch Astari Nite aus den Vereinigten Staaten vorstellen. Die Band wurde 2007 in Miami gegründet.
Nach diversen EPs veröffentlichten Astari Nite ihr erstes Full-Length-Album mit dem Titel "Stereo Waltz" Anfang 2014. Seit Februar 2015 liegt nun eine weitere EP vor, welche den Namen "Anonymous" trägt.



Zum derzeitigen Line-up der Band gehören Mychael Ghost (Gesang), Michael Setton (Gitarre), Howard Melnick (Gitarre), Monch Sallons (Bass) and Illia Tulloch (Schlagzeug und Keyboard). Die Musik von Astari Nite ist im Bereich New Wave / Dark Wave angesiedelt.

Mittwoch, 24. Juni 2015

This Social Coil - Feine Mucke aus meiner Heimatstadt


Gute Musik aus meiner Heimatstadt Aachen ist mir immer eine Erwähnung hier bei Darklands wert. Durch Zufall bin ich über einen netten Hinweis auf meiner last.fm-Seite auf die Band This Social Coil gestoßen.

Wer sich genau hinter dem Projekt verbirgt ist schwer in Erfahrung zu bringen. Bei This Social Coil soll halt die Musik und nicht der Künstler im Vordergrund stehen. Sicher ist nur, dass Frank Henke, (ehemaliger) Gitarrist der Band Caterplan, seine Finger mit im Spiel hat. This Social Coil haben vor Kurzem ihr zweites Album veröffentlicht, welches den Titel Time trägt. Musikalisch ist die Band meiner Meinung nach im Bereich Post-Rock / Progressive Rock anzusiedeln.

Link zur "Bandseite bei bandcamp"

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